IMPULS

Eine Bachelorarbeit zu städtebaulichen Maßnahmen im Anthropozän // von Lorenz Kampmeier 


„Die Lösung auf die Fragen unserer Zeit kann nicht in einem Masterplan beschrieben werden. Sie liegt in den vielen kreativen Ideen derer denen das Wohl unseres Planeten am Herzen liegt"

Prolog

Unsere Welt befindet sich im Wandel. „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“ (Gustav Heinemann). Städtebau und das Zusammenleben in unserer Gesellschaft muss sich im Anthropozän verändern. Unsere Welt wird von uns gestaltet und nur über eine bewusste Umgestaltung wird sich ihre Schönheit bewahren lassen. 

Die BA Arbeit „IMPULS // städtebauliche Maßnahmen im Anthropozän“ beschäftigt sich mit lokalen Interventionen am Beispiel von Bonn und der Umgebung. Die Lösung auf die Fragen unserer Zeit kann nicht in einem Masterplan beschrieben werden. Sie liegt in den vielen kreativen Ideen derer denen das Wohl unseres Planeten am Herzen liegt. Aus diesem Grund ist die Arbeit katalogartig gestaltet. Die Auseinandersetzung mit dem großen Thema der Nachhaltigkeit kann natürlich nicht in einem einzigen absoluten Konzept münden. Der Diskurs sollte stets gefordert und gefördert werden. IMPULS lässt sich daher als eine Sammlung von Möglichkeiten und Potentialen verstehen, die eine Gesellschaft nutzen könnte, um sich der Ganzheitlichkeit anzunähern. 
 

Unsere Stadt besteht aus vielen Bausteinen. Da gibt es die kulturelle Vielfalt die sich in Theatern, Museen und in anderen Einrichtungen findet. Die Einkaufswelten, Naherholungsgebiete, Gewerbegebiete oder die Infrastruktur. Die Stadt ist ein Mosaik aus Teilen verschiedenster Funktionen. Kein Tabula rasa sondern ein Palimpsest, welches dennoch stets neu beschrieben wird 

Stadtbausteine //

Biodiversität:

Eine intakte Welt bietet Lebensraum für alle Organismen. Die Artenvielfalt muss sich ergänzen können und in Wechselwirkung zueinander stehen. Die Natur sollte bei der zunehmenden Versiegelung, zum einen wieder in unseren Lebensraum integriert werde, zum anderen sollten bisher nicht versiegelte Flächen geschützt und mit funktionierenden Ökosystemen bespielt werden.

Verkehrsstrategie 

Der motorisierte Individualverkehr macht unseren Verkehrsnetzen zu schaffen. Sie scheinen aus allen Nähten zu platzen. Die Verkehrswende muss Systeme nutzen die geringere Flächen verbrauchen und Emissionen reduzieren. Dies ist durch suffiziente Verkehrsmittel, dem Netzausbau des ÖPV´s sowie der Förderung einer E-Sharing-Mobilität zu erreichen. 

Ernährungssouveränität

Die Ernährung der Stadt stellt in Zeiten steigender Bevölkerungszahlen eine wahre Herausforderung dar. Aktuell basiert unsere Versorgung auf dem globalen  Lebensmittelsystem. Durch regionale Lebensmittelproduktion verringert sich die Distanz zum Konsumenten und die Stadt wird resistenter gegenüber äußeren Stoßgrößen.


Wohnraum

Die Stadt ist Lebensraum des Menschen - ein Ort der Begegnung. Durch die lebendige Dichte können mehr Menschen an dem kosmopolitischen Umfeld teil haben. Die Nachverdichtung unserer Städte in einem angemessenen lebensfreundlichen Maß ermöglicht städtische Vielfalt und spart Ressourcen und Emissionen.

Energieströme 

Energie ist überall, die Kraft der Sonne, des Windes und der Erde umgeben uns. Diese Energie „einzusammeln“ und geschickt einzusetzen ist die Aufgabe eines ausgebauten intelligenten Stromnetzes, welches die Energieströme aus erneuerbaren Quellen managen kann.


Ressourcenmanagement 

Wir konsumieren - Kleidung, Nahrung, Technik, Wohnraum und vieles mehr.  Jede Form des Konsums ist mit Ressourcen verbunden. Ressourcen müssen in Kreisläufen gehalten werden. Dafür müssen komplexe Strukturen mit Sortieranlagen, separierten Rohstofflagern und Recycling- Möglichkeiten zur Verfügung stehen. 

Nachverdichtung und urbane Lebensmittelproduktion

MODUDENS ist ein Holzmodulbau-System zur Nachverdichtung.

Private Balkone sorgen für den Außenbezug in den kleinen Wohneinheiten. 

Das HIGH WOODS ist eine Hybrid Holzhochhaus welches durch die Solarfassade Strom produziert.

Der Erschießungskern ist aus Stahlbeton das restliche Gebäude besteht aus Holzwerkstoffen.

Shared Space, separierte Radwege, Hybrid Highways 

Am Berliner Platz kann ein Shared Space den Stadtraum dynamisieren und Barrieren reduzieren.

Der Platz ist Verkehrszone und Aufenthaltsbereich zu gleich 

HYBRID HIGHWAYS lassen unsere Straßen zum Energieproduzenten und zur Schiene werden.

Fahrradfahrer werden unter einem Solardach integriert.

Ein Schlüsselort für die Kreislaufwirtschaft

Das CARECENTER ist ein Ort der Wertschätzung unserer Ressourcen. Reparatureinrichtungen, Upcycling und Secondhand haben hier ein Zuhause.

Es ist ein Einkaufszentrum der andern Art. Hier konsumiert man mit gutem Gewissen ohne negativen Umwelteinfluss. 

Eine Fuß- und Fahrradbrücke kann hier die Verbindung zum Zentrum stärken.

Eine Müllsortieranlage ermöglicht es Reststoffe wieder zu Rohstoffen zu machen. Sie fördert die Kreislaufwirtschaft. 

Impulse Village

Das Impuls Village ist Energie autark und in der Lage einen großen Teil seiner Nahrung selber anzubauen. 

Die Bauweise versucht Biobarrieren zu vermeiden und kompensiert die versiegelte Fläche durch Dach- und Fassadenbegrünung.

Energie wird sichtbar durch den ENERGYKEEPER. HIer wird die Energie aus den SOLARAGRAR Feldern in Lignin gespeichert.  

Die Förderung der Biodiversität wird hier als höchste Gestaltungsmaxime verstanden. Im LANDHOUSE wohnt man gemeinschaftlich.

Die Welt in der Wir leben ist voller großer und kleiner Wunder

 Wir wollen eine nachhaltige Welt, wir wollen Produkte mit Seele, Design das näher dran ist. Näher am Menschen, näher an der Natur, näher an Uns

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